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Saisonüberblick 2026

In der neuen Saison versucht der Kirchheimer Konzertwinter, seiner ursprünglichen Namensgebung entsprechend, mit seinen Veranstaltungen langsam wieder von der warmen in die kältere Jahreszeit überzuwechseln. Die geplanten Konzerte finden daher zwar ab Juli statt, dehnen sich aber bis Dezember aus.

Das Eröffnungskonzert bestreitet Thomasorganist Johannes Lang, der schon einmal in Kirchheim zu Gast war und nun wieder mit einem hervorragenden musikalischen Programm aufwartet. Zu Gehör kommen die sechs Triosonaten von Johann Sebastian Bach, die mit Blick auf ihre Dreistimmigkeit für jeden Organisten eine spieltechnische Herausforderung darstellen.Welches Können sich mit Langs Person verbindet, wurde gerade im Herbst 2025 deutlich, als er in einem spektakulären 22-stündigen Orgel-Marathon das komplette Orgelwerk Bachs an einem Stück spielte.

Dass auch von dem umfangreichen Kantatenwerk Graupners wieder eine Auswahl aufgeführt werden wird, versteht sich nahezu von selbst, nachdem sich der Konzertwinter seit 2017 die Wiederentdeckung und Einspielung der Kantaten des in Vergessenheit geratenen Barockkomponisten auf die Fahne geschrieben hat. Es sind diesmal ausschließlich Kantaten für Bass, die von Dominik Wörner (Bass), dem Kirchheimer BachConsort in gewohnt exzellenter Besetzung und unter der bewährten Leitung des Graupnerforschers Florian Heyerick (Leitung & Cembalo) zum Klingen gebracht und auf CD (Label cpo) dokumentiert werden. Wie bisher, zeichnet der SWR das Konzert auf und strahlt es später im Radio aus.

Mit ihrem aktuellen Programm "The Magic Flute - Ein magischer Dialog auf historischen Instrumenten" laden die renommierte Flötistin Dorothea Seel (Traverso) und der Tastenvirtuose Christoph Hammer zu einer faszinierenden Klangreise in das späte 18. und frühe 19.Jahrhundert ein. Der Titel ist eine charmante und tiefsinnige Anspielung: Er verbindet die sprichwörtliche "Zauberflöte" mit der historischen Querflöte (Traversflöte)- einem Instrument, dem man in der Epoche der Klassik und Romantik eine zutiefst magische, beinahe menschliche Stimme zuschrieb.

Zum kammermusikalischen Musizieren mit überwiegend Werken der Komponisten Bach, Telemann und Graupner haben sich vier Künstlerinnen und Künstler zu einem Quartett mit dem Namen Basler BarockConsort zusammengefunden. Alle eint exzellentes Können, die in bekannten Ensembles und Orchestern gewonnene Spielerfahrung und vor allem die Leidenschaft für historische Aufführungspraxis. Ergänzt werden sie durch Bassbariton Dominik Wörner, der ihren Konzertvortrag mit verschiedenen Arien abrundet.

Zwei Instrumente, sechs Identitäten: Das Violoncello, mal dunkel raunend, mal in den höchsten Tönen singend, trifft auf den silbrigen, rhythmisch prägnanten Klang des Cembalos. Guido Larisch (Violoncello) und Kristian Nyquist (Cembalo) spüren mit diesen Instrumenten den feinen Nuancen nach, die die Musiklandschaft des damaligen Europas so reich und divers machten

Den Besucher erwartet Hörgenuss auf höchstem Niveau!