Masaaki SuzukiBiographieSpätestens seitdem er 1990 das Bach Collegium Japan gründete, ist Masaaki Suzuki unangefochtener Spezialist für das Œuvre Johann Sebastian Bachs. Als Leiter des Ensembles hat er sich weltweit einen herausragenden Ruf als Interpret der historischen Aufführungspraxis erworben. Als exzellenter Organist, Cembalist und Dirigent konzertiert er nicht nur in Japan, sondern auch in den USA und in vielen Ländern Europas. Seine zahlreichen Einspielungen, u. a. der wichtigsten Choralwerke und geistlichen Kantaten wie auch der Cembalowerke Bachs beim Label BIS finden höchstes Lob. Für seine Verdienste wurde er im April 2001 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Regelmäßig arbeitet der 1954 in Kobe geborene Künstler auch mit renommierten europäischen Ensembles der Alten Musik Szene zusammen, zum Beispiel mit dem Collegium Vocale Gent oder dem Freiburger Barockorchester. Mit Werken von Britten, Haydn, Mendelssohn, Mozart und Strawinsky gastierte er auch bei verschiedenen Orchestern mit modernen Instrumenten. Als Dirigent gibt er diese Saison sein Debüt beim Boston Symphony Orchestra, dem Deutschen Sinfonie Orchester Berlin, dem Melbourne Symphony Orchestra, den Rotterdammer Philharmonikern sowie beim Züricher Tonhalle Orchester. Als Solist für Orgel und Cembalo ist er in diesem Jahr in der Carnegie Hall New York und auf dem Hong Kong Arts Festival zu hören. Bereits als Zwölfjähriger spielte er regelmäßig sonntags im Gottesdienst Orgel. Nach dem Studium von Komposition und Orgel in Tokyo absolvierte er am Sweelinck-Konservatorium Amsterdam bei Ton Koopman und Piet Kee eine Ausbildung an Cembalo und Orgel. Beides schloss er mit dem Solistendiplom ab. 1980 erhielt Suzuki beim Flandern-Festival in Brügge den 2. Preis im Cembalo-Wettbewerb und 1982 den 3. Preis beim Orgel-Wettbewerb. Heute wirkt er als Professor an der Tokyo National Universitiy of Fine Arts and Music und in Yale. Seine beiden Auftritte beim Kirchheimer Konzertwinter 2009 und 2010, wo er jeweils ein Orgelrezital gab, lösten beim Publikum überschwängliche Begeisterung aus und veranlassten den Kritiker zu der Aussage: „So sollte edle Tonkunst immer sein“. Veranstaltungshinweis:Weihnachtsoratorium von J. S. Bach am 14. und 15. Januar 2012 |
|



