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    25. Juni 2018
    ... schöne Graupner-Rezension bei CONCERTO erschienen ...

    "Füllhorn der Erfindungen"

    "...Über welchen Erfindungsreichtum Graupner verfügte, macht der Bassist Dominik Wörner gemeinsam mit seiner Konzertmeisterin Sirkka-Liisa Kaakinen-Pilch an der Spitze des Kirchheimer Bach-Consorts mit dieser Einspielung von fünf Epiphanias-Kantaten wunderbar deutlich. Der Titel führt ein wenig in die Irre, denn nur eine der Kantaten ist unmittelbar dem Epiphanias-Fest zugedacht, die übrigen für den zweiten bis vierten Sonntag danach. Dennoch sind die in den Jahren 1730 bis 1754 entstandenen Werke recht eng aufeinander bezogen und bieten mit den beiden Kantaten ›Was Gott tut, das ist wohlgetan‹ GWV 1114/30 und 1114/43 auch die Möglichkeit eines schönen Vergleichs. Und der zeigt, worüber Graupner in Darmstadt verfügen konnte, nämlich über gut ausgebildete, zuvor in der Oper geschulte Gesangssolisten namentlich im Sopran und Bass sowie über eine Hofkapelle, die den musikalischen Moden gegenüber aufgeschlossen war. So setzt Graupner in der älteren der beiden ›Was Gott tut‹-Kantaten Flauto d'amore und Oboe d'amore als Soloinstrumente ein, in ›Erwacht, ihr Heiden‹ GWV 1111/34 die Viola d'amore, in ›Die Wasserwogen im Meer sind groß‹ GWV 1115/35 das Chalumeau; in ›Gott, der Herr, ist Sonne und Schild‹ GWV 1113/54 aus dem Jahr 1754, seiner offenbar letzten Kantate überhaupt, kommen in vielen Sätzen zwei beachtlich virtuos geführte Hörner zum Einsatz.

    Auch mit musikalischer Phantasie hat Graupner nicht gegeizt. Stets leicht und galant im Ton, bringen insbesondere die Arien treffliches Anschauungs- oder besser: Anhörungsmaterial für die Kunst der Textausdeutung, von zwar schematischer, aber keinesfalls platter Tonmalerei im Eingangschor der Kantate ›Die Wasserwogen‹ bis hin zu expressiver Chromatik und kühnen Harmoniefolgen in der Arie ›Schickt dir Gott ein Kreuz‹ in der jüngeren der beiden ›Was Gott tut‹-Kantaten. Und ein wunderbar gemütvolles Kabinettsstückchen ist Graupner in der Arie ›Wo bist du, großer Trost der Heiden?‹ gelungen, wo die solistische Bassstimme nachdenklich zu suchen scheint, während die solistische Viola d'amore, begleitet von pizzicato gespielten Streichern, gleichsam die Antwort gibt.

    Dass Graupners Musik in dieser Einspielung so beseelt erklingt, ist nicht zuletzt den Solisten geschuldet. Andrea Lauren Brown weiß mit ihrem angenehm timbrierten und elegant geführten Sopran zu überzeugen, und Dominik Wörner präsentiert sich hier schlicht in Bestform: mit blitzsauberer Technik, glasklar, jenseits aller Erdenschwere und mit suggestiver Ausdruckskraft. Kai Wessel und Georg Poplutz lassen sich außer in den Chören und einigen Rezitativen lediglich in einem Duett einmal solistisch hören und erweisen sich dabei als ebenbürtige Partner. In allen Stimmen solistisch besetzt, trägt auch das Kirchheimer Bach-Consort mit seinem feinen und geschmeidigen Spiel dazu bei, dass diese CD sehr viel Lust auf weitere Entdeckungen im immensen Kantatenschaffen Graupners macht."

    Andreas Waczkat in CONCERTO Nr. 279 (Mai/Juni 2018), S. 43


    07. Februar 2018
    " ... da lächeln alle Sterne ... "

    Liederabend mit Kompositionen von Hugo Wolf

    Das Abschlusskonzert der 27.Saison des Kirchheimer Konzertwinters widmet sich meisterhafter Liedkunst. Nach Schumanns "Dichterliebe" und Schuberts "Wasserliedern" in den Konzertzyklen zuvor steht ein weiterer deutschsprachiger Liedkomponist von Weltruf im Mittelpunkt. Unter dem Programmtitel "... da lächeln alle Sterne ... " erklingen Lieder von Hugo Wolf (1860 - 1903), vorgetragen von drei exzellenten Liedinterpreten. Die Sopranistin Sarah Wegener, der Bassbariton Dominik Wörner und der Pianist Simon Bucher haben aus 53 Liedschöpfungen nach Gedichten von Eduard Mörike 23 ausgewählt, die der Komponist 1888 in wenigen Wochen in einer Art Schaffensrausch niederschrieb. Sie zählen zum Besten, was dieser bedeutende Komponist der Romantik hervorbrachte und auch in späteren Jahren nie wieder zu überbieten vermochte. Vielfältige Themen und Gedichtformen sind vertreten wie etwa Melancholie (Verborgenheit), Ballade (Feuerreiter), Liebesleid (Lebe wohl), Frühling (Er ist's), Humor (Storchenbotschaft) oder Schalk (Bei einer Trauung).

    Die britisch-deutsche Sängerin Sarah Wegener verfügt über einen "tadellosen Stimmsitz, den ganzen Ambitus umfassende Farben, prächtiges Volumen ... und ein perfektes Legato" (Neue Zürcher Zeitung). Sie gilt damit als ideale Hugo-Wolf-Interpretin, da dessen Lieder genau diese Flexibilität und Imagination verlangen.

    Dominik Wörner "strahlt eine enorme stimmliche Autorität aus, in sehr schön ausgeglichenen Registern, die charakteristisch gefärbt sind" (klassik.com). Seine Interpretationen spiegeln ein tiefes Textverständnis und facettenreiche Ausdruckskraft wider. Die große Bandbreite seiner stimmlichen Möglichkeiten ist insbesondere gekennzeichnet durch eine wunderbare Tiefe und bassbaritonalen Wohlklang.

    Beiden zur Seite steht als Liedbegleiter der Schweizer Simon Bucher, preisgekrönter Pianist, Improvisator und Kammermusiker sowie Künstlerischer Leiter der Konzertreihe "Das Lied - Liedrezitale Bern". Er wird beschrieben als "eine Persönlichkeit, die zurückfindet zum Wesenhaften der Musik" (Espace Mittelland).

    Es erwartet die Zuhörer ein Liederabend der Extraklasse, auf den man sich freuen darf !

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    23. Januar 2018
    Meisterhaftes Trio mit Violine, Blockflöte und Cembalo

    Musikalische Freuden des 17.Jahrhunderts

    Maurice Steger hat mit intensiver Tongebung, überragender Technik und mitreißender Spielfreude auf seinem Instrument neue Maßstäbe gesetzt. Nicht ohne Grund wird er deshalb auch "Hexenmeister der Blockflöte" genannt. Zu ihm gesellen sich mit Plamena Nikitassova (Barockvioline) und Francesco Corti (Cembalo) zwei weitere Weltklassemusiker von Rang. Das Trio gastiert in Kirchheim/Weinstr. mit seinem Programm "Musikalische Freuden des 17. Jahrhunderts" beim Kirchheimer Konzertwinter. Sinfonien, Sonaten und Canzoni vornehmlich italienischer Komponisten wie Buonamente, Mealli, Scarani, Falconiero, Frescobaldi oder Merula gelangen zur Aufführung. Die brillante Vortragskunst der drei herausragenden Instrumentalisten, sei es jeweils solistisch, im Duett oder Terzett, wird in allen Facetten zu hören sein. Man darf sich schon jetzt auf ein kammermusikalisches Ereignis der Sonderklasse freuen !

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    10. Januar 2018
    Kirchheimer Konzertwinter glänzt mit Solo- und Dialogkantaten

    Zweite Graupner-Staffel unter Rudolf Lutz ein voller Erfolg

    Für die erkrankte Hana Blažíková war beim Graupner-Kantatenprojekt kurzfristig als Sopranistin Marie Luise Werneburg eingesprungen. Ihre Gesangesleistung kennzeichnete Gertie Pohlit von der RHEINPFALZ wie folgt: (RHEINPFALZ - Nr.6, 8.1.2018)

    "Der Gestaltung von Marie Luise Werneburg,…,zu folgen, war akustisch wie optisch purer Genuss. Ihr in jeder Phase geschmeidig, sanft glockig schwingender und leuchtend klar geführter Sopran, durch alle Register prachtvoll aufblühend präsent und obendrein mit unangestrengt virtuos perlenden Koloraturen aufwartend,... "

    Zu Dominik Wörners Solistenpart merkte sie an:

    "Ihr zur Seite setzte Dominik Wörner, äußerst präzise und nobel artikulierend, mit nicht minder nuancenreich deutender Interpretation, seinen profunden, wunderbar gerundet und angenehm timbrierten Bariton mit allen zu Gebote stehenden Klangfacetten in Szene:schlicht, große Kunst."

    Ihre anerkennenden Worte über das Kirchheimer BachConsort fasste sie so zusammen:

    "Gar nicht genug loben kann man das Kirchheimer BachConsortium, mit Violinen, Naturhörnern, Flauto Traverso, barocken Oboen und Fagott sowie Continuo besetzt, das mit sichtlicher Spielfreude, in perfekter Korrespondenz und mit musikantischem Verve sowie großartigen solistischen Aktionen brillierte."



    30. Dezember 2017
    Wiederaufführung virtuoser Solo- und Dialogkantaten von Graupner

    Konzertwinter weiter auf Schatzsuche

    Das Kirchheimer BachConsort begibt sich erneut auf eine faszinierende Schatzsuche. Das aus handverlesenen Spitzenmusikern der Szene für Alte Musik bestehende Originalklangensemble, hochgelobt für seine bisherigen CD-Einspielungen, gibt zwei Konzerte mit Wiedererstaufführungen unbekannter, gleichwohl meisterhafter Werke von Christoph Graupner (1683-1760), des einstigen Konkurrenten Bachs um das Thomaskantorat 1723. Unter den Instrumentalisten befinden sich international renommierte Künstler wie z.B. Marc Hantai (Traversflöte), Patrick Beaugiraud (Oboe), Thomas Müller (Naturhorn) oder Sergio Azzolini (Barockfagott), um nur einige der herausragenden Musiker zu nennen. Neben den üblichen Streichinstrumenten, angeführt von der französisch-armenischen Konzertmeisterin Chouchane Siranossian, werden Traversflöte, Fagott, Oboen und Naturhörner beim Kirchheimer BachConsort für farbige Klangpracht sorgen.

  • Bezirksverband Pfalz
  • Gefördert durch den Bezirksverband Pfalz

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  • CD-Cover: Graupner, Epiphanias-Kantaten
  • Epiphanias-Kantaten, eingespielt vom
    Kirchheimer Konzertwinter